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Der "Schwarze Trompeter"

Christian Gottlieb

Johanniskirche Plön - Grabstein Schwarzer Trompeter Eine der bedeutendsten Persönlichkeiten aus der Gründungszeit der Johanniskirche ist der "Schwarze Trompeter" Christian Gottlieb. Der einstige Sklave aus Zentralafrika war nach christlicher Erziehung und Taufe unter der Schirmherrschaft des Grafen von Rantzau auf Ascheberg zum "Hof- und Feldtrompeter" des Herzogs Hans Adolf aufgestiegen.

Der als tapfer, klug und wirtschaftlich erfolgreich bekannte "Plöner Mohr", hatte nach Überwindung größerer Schwierigkeiten die Tochter des Plöner Ratsherrn Radeleff geheiratet. Nach nur wenigen glücklichen Ehejahren starb er im Jahr 1690 und ist als erster in der damals fünf Jahre alten Kirche bestattet worden.
Der Original-Grabstein ist vor wenigen Jahren an der östlichen Außenmauer aufgestellt worden. Die Inschrift, die auf der Kopie der Steinplatte im Mittelgang der Kirche wiederholt wird, lautet:

"Hier ruhet Gottlieb als ein Christ.
Bedenck das End, der du dies liest,
weil du gleich ihm auch sterblich bist."

Auch seine Frau Gertrud ist wenige Jahre nach Christian Gottlieb in der Kirche beerdigt worden.

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